weitere Informationen über Kenia

Kenia - nicht nur ein Urlaubsland sondern auch ein Entwicklungsland

 

Das Gesundheitshaus in Bismarck

Kenia ist ein wunderbares Urlaubsland, das neben Sonne, Sand und Meer auch eine vielfältige Landschaft und faszinierende Tiere bietet. Hierzu finden Sie viele Informationen auf meiner Homepage kenia-info.de

Kenia ist aber auch ein Land mit erheblichen sozialen Problemen. Bedingt durch Misswirtschaft, Korruption, Klimaphänomene wie El Nino usw. ist die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig. Dies führt dazu, dass der gesamte Mittelstand in Kenia wegbricht, so dass sich eine Entwicklung hin zu 15 % Reichen und 85 % Menschen in sozialen Notlagen bis hin zur Armut abzeichnet. Gerade die Kirchen engagieren sich hier sehr stark, haben aber auch aufgrund der Vielfalt der Probleme nur geringe Möglichkeiten und vor allem zu wenig Geld.

Ich bitte für zwei Projekte um Ihre Unterstützung:

Das Gesundheitshaus in Gelsenkirchen Bismarck unterstützt seit Jahren ein Krankenhaus in Kenia, das Kaplong-Hospital. Weite Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Gesundheitshauses . In der Projektbeschreibung ist auch ein Spendenkonto angegeben.

Die Fr.J.N.Oucho Primary School ist eine Missionsschule der katholischen Kirche. Hier können Mädchen, die ja weltweit zu den sozial benachteiligten Gruppen gehören, zumindest eine gute Grundschulausbildung erhalten. Die Nonnen, die dort tätig sind, engagieren sich sehr für die Mädchen. Die Schule liegt in Keroka, in der Nyanza-Provinz, einer Provinz mit einem hohen Anteil an HIV-Infizierten und AIDS-Kranken. Die Schulleiterin hat mich um Unterstützung für Mädchen gebeten, die durch die AIDS-Erkrankung der Eltern Waisen geworden sind. Die Schule erhält keinerlei staatliche Unterstützung. Auch die katholische Kirche hat nur eingeschränkte Möglichkeiten, die Schule zu fördern.

Wenn sie gewillt sind, einem Kind, das durch die AIDS-Erkrankung die Eltern verloren hat und möglicherweise selbst betroffen ist, den Schulbesuch und da es sich um ein Internat handelt, auch den Lebensunterhalt zu finanzieren, leite ich Ihre Beiträge gerne weiter. Überweisungen sind möglich auf das Konto: Ingeborg Langefeld, Konto-Nr. 467 010 336, BLZ 362 500 00 bei der Sparkasse Mülheim/Ruhr. Bitte geben Sie unbedingt als Stichwort Missionsschule an.


Ein Besuch mit Hindernissen
- Treffen mit meinem Patenkind in Nairobi


Seit ungefähr 1 ˝ Jahren habe ich ein Patenkind in Kenia. Esther, die mit ihrer Familie in einem der großen Slums in Nairobi lebt. Dies war mein ausdrücklicher Wunsch, da ich dieses Land regelmäßig besuche. Ich hatte die Hoffnung der persönlichen Begegnung. Es wurde eine Begegnung mit Hindernissen.

Den ersten Versuch machte ich im April vergangenen Jahres. Mit Mr. Burihabwa, dem Repräsentanten der Kindernothilfe in Nairobi, war alles abgestimmt. Offen war nur noch die Frage, wann ich kommen würde, damit Esther dann auch im Büro der Kindernothilfe wäre. Leider bekam ich während des Aufenthaltes in Kenia Malaria und musste mich damit begnügen, Esther einen Brief und ein Päckchen zu schicken. Dies klappte prima, also beschloss ich im Dezember, als ich erneut in Kenia war, ihr ein Weihnachtspäckchen zu schicken. Im März erhielt ich einen Brief von Esther, dass sie sich wunderte, solange nichts von mir gehört zu haben. Nun wunderte ich mich. Als ich im April nach Kenia kam, fand ich die Lösung. Aus irgendwelchen Gründen war das Päckchen nicht im richtigen Postfach gelandet und als unzustellbar zurückgekommen. Ich beschloss, es nochmals persönlich zu versuchen, da ich ohnehin nach Nairobi musste.

Die Absprachen im Vorfeld waren schnell getroffen. Wir vereinbarten, dass ich mich melden würde, sobald ich in Nairobi angekommen sei. Geplant war, dass ich ungefähr gegen 15.00 Uhr dort sein wollte. Eingekauft hatte ich natürlich auch. In einem Supermarkt erstand ich von einer Wolldecke über Seife und Zucker und Tee für die Familie einiges was man so zum Leben braucht, aber auch Süßigkeiten, die die Familie sicher normalerweise von dem wenigen Geld, das sie hat, nicht kauft.

Leider hatte ich die öffentlichen Verkehrsmittel in Kenia nicht richtig einkalkuliert. Nachdem ich Stunden darauf gewartet hatte, dass das Peugeot-Taxi (ein Sammeltaxi wie es in Kenia viele gibt, sie fahren erst, wenn alle Plätze besetzt sind) endlich abfuhr, ging es, wie ich glaubte, gerade noch rechtzeitig los. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke kam uns mit einem für die dortigen Straßen bemerkenswerten Tempo eine Wagenkolonne entgegen – der Präsident des Landes mit Begleitfahrzeugen. Unser Ausweichmanöver endete im Straßengraben. Dies wäre nicht weiter schlimm gewesen, leider wurde unser Auto jedoch dabei unten so beschädigt, dass der Fahrer nicht weiterfahren konnte. Wir wurden also in ein vorbeifahrendes Sammeltaxi gequetscht, welches auch ohne uns schon voll gewesen wäre. Von unterwegs versuchte ich die Kindernothilfe anzurufen, was nicht so einfach war, da das Mobilfunknetz in Kenia nicht so ausgebaut ist wie bei uns und wir von einem Funkloch ins nächste fuhren. Endlich hatten wir es geschafft, wir erreichten das Büro und erklärten, wir würden uns gerne mit Esther am Jubilee-Insurance-House, einem riesigen Bürogebäude in Nairobi um 17.00 Uhr treffen.

In Nairobi angekommen, erledigte ich, was ich zu erledigen hatte und wartete auf Esther. Nach einer Weile wurde ich unruhig. Da ich die Mobilfunknummer der Begleitperson hatte, rief ich erneut an. Man sei auf dem Weg. Nachdem wieder eine Weile vergangen war, fragte mein Begleiter: ”Hast Du denn auch gesagt, an welchem Eingang Du stehst? Dieses Haus ist riesig und hat viele Eingänge.” Also wanderte ich um das Haus. Ich fand aber niemanden, der wartend vor einem der Eingänge stand. Inzwischen hatte ich herausgefunden, dass ich auf drei Personen wartete, von denen eine grüne Bluse trug. Als ich zurück zu meinem ursprünglichen Gebäudeeingang kam, stand dort eine Frau mit einer grünen Bluse, leider nicht die Richtige. Nach einer weiteren Weile rief ich erneut die Mobilfunknummer an. Esther und ihre Begleiter hatten inzwischen den Jubilee-Insurance-Platz erreicht. Ich erläuterte, dort sei man nicht richtig und erklärte, ich befände mich an dem Eingang Ecke Kaunda Avenue. Nach einer weiteren Weile des Wartens wurde es meinem Begleiter zu bunt. Er beschloss, selbst anzurufen, sprach eine Weile und fragte dann: ”Weist Du, wo die Leute stehen, auf die Du wartest?” Als ich verneinte, deutete er auf drei Menschen auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße, die dort schon seit einer ganzen Weile auf mich warteten.

Nachdem wir uns nun endlich begegnet waren, hatten wir nur noch wenig Zeit und setzten uns in ein Restaurant, um uns ein wenig näher kennen zu lernen. Esther berichtete, sie gehe gerne zur Schule. Damit sie besser gefördert werden könne, habe sie die Schule gewechselt. Sie besuche jetzt ein Internat. Sie würde später gerne selbst Menschen helfen, so wie man ihr jetzt helfe. Ihr Wunsch sei es, Krankenschwester zu werden. Begleitet wurde sie von einer Sozialarbeiterin und dem Buchhalter des Projektes. Die Sozialarbeiterin beschrieb, wie die Mitarbeiter mit den geringen finanziellen Mitteln, die dem Projekt zur Verfügung stehen, versuchen, den Menschen in den Slums, die in der Regel nicht einmal das Existenzminimum haben, zu helfen. Da dem Projekt nicht viele Gelder zur Verfügung stehen, geht es vor allem um Beratung, um Hilfe zur Selbsthilfe und die Ermutigung nach Auswegen aus schwierigen Situationen zu suchen.

Viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir mussten uns trennen. Ich werde Esther von nun an ganz anders schreiben können, da ich jetzt weiß, welch ein Mensch hinter dem Personalbogen steht. Ich glaube, Esther bedeutete es auch etwas, nicht nur eine anonyme Patin zu haben, die für sie bezahlt, sondern die Frau kennen gelernt zu haben, der sie vorher oft geschrieben hatte. In ihrem letzten Brief berichtete sie, sie habe sich besonders über die Wolldecke gefreut, da es in Nairobi nachts oft sehr kalt sei. Die Süßigkeiten habe man am selben Abend noch gemeinsam verzehrt und sich gewundert, wie schnell sie aufgegessen waren. Mit der Vorliebe für Süßes sind wohl die Kinder auf der ganzen Welt gleich. Ich bin froh, dass ich die Chance genutzt habe und werde Esther bestimmt nicht zum letzten Mal besucht haben.

webmaster@urlaubsland-kenia.de

Informationen zu den Projekten

Missionskrankenhaus in Kaplong